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Mittwoch, 27. Juni 2007

Ein gebrauchter Tag

... war es wohl heute - oder haben wir schon wieder Vollmond?

Eigentlich ging es schon gestern abend los, so etwa um diese Zeit. Ein überraschender Anruf von jemandem, der meinen Namen und meine Telefonnummer unautorisiert erhalten hatte. Meines Wissens ist die Weitergabe von Personendaten ohne vorherige Zustimmung nicht erlaubt. (Selbst in der Schule bei sämtlichen Elternabenden mussten wir seinerzeit ausdrücklich unser schriftliches Einverständnis für die Erstellung einer einfachen Telefonliste geben!) Im Nachhinein kann ich mich so gut wie gar nicht zur Wehr setzen bzw. meinen Ärger äußern, da ich vom "Nummerngeber" direkt abhängig bin...

Ich hatte das Telefonat überhaupt nur angenommen, weil eine Nummernübermittlung dabei war - also konnte es schon mal keiner dieser Lottowerbe- und Pseudoumfrage-Anrufe (durch Mensch oder Automat) sein, die mein Telefon seit Monaten heimsuchen. (Hat doch kürzlich ein Automat direkt mit meinem Anrufbeantworter kommuniziert...). Hätte ich es lieber gelassen...

Unter dem Deckmantel des Angebotes einer sozial absichernden Maßnahme hat mir da jemand sehr freundlich mit vielen Worten nichts erzählt. Und ich glaube einfach nicht, dass ich für so gut wie Null Euro irgend etwas bekommen könnte. Sorry, aber das kann's nicht sein!

Und - my home is my castle - ich lade nur ein, wen ich gern hier haben möchte!

Während ich dieses heute früh jemandem erzählte, ging mein Adrenalinspiegel gleich wieder in die Höhe...

Dann ergab sich eine grobe Unhöflichkeit eines ansonsten sehr geschätzten Herrn, die bei späterem Bereinigungsversuch mit einem scherzhaften Wort abgetan wurde. Ich kann einfach nicht damit umgehen, dass an manchen Tagen aus jeder Ecke nur respektlos mit anderen Menschen umgegangen wird oder vor sich hin "gemufft" wird. Ich mache meinen Job schon lieber in einer entspannten Atmosphäre (wobei ich ebenfalls nicht die Umkehrung = ständiges Gekicher und Gealbere mag, das kann auch ganz gut auf die Nerven gehen) - ist das denn so schwer?

Am Ende eines arbeitsreichen Tages gab mir dann noch folgendes den Rest: Ein riesiger Berg meiner Rechnungen soll beim Empfänger storniert werden, da sich jemand "an der Spitze" wünscht, dass nach einem anderen Arbeits-/Sortierkriterium abgerechnet wird, das uns jedoch erstens völlig unbekannt und nicht aus unseren Unterlagen ersichtlich ist, zweitens auch nicht konform mit den verbindlichen schriftlichen Vertragspapieren ist. Da ich nun nicht auf der richtigen Hierarchiestufe beheimatet bin, habe ich die Diskussion darüber zwar abgegeben - aber es lässt mir dennoch keine Ruhe, sprich: ich bin kurz vorm Platzen. Unendlich viel Arbeit wäre umsonst getan. Und das, wo mein Schreibtisch leer werden sollte, da ich in Kürze Urlaub habe...

Zu allem Überfluss ist das Wetter weiterhin kalt, stürmisch und sehr nass - als möchte es sich schon mal so richtig genüsslich auf meine zwei Wochen Urlaub vorbereiten. (Einziger Lichtblick waren 10 Minuten Sonne, so dass ich trockenen Fußes meine Einkäufe nach Hause bringen konnte.) Also keine Urlaubstage an Alster und Elbe? Stattdessen den Keller aufräumen?

Und nun in die Küche und den Firmen-Urlaubskuchen backen...

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