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Freitag, 17. August 2007

Büro-Dinosaurier

Ein nostalgischer "Blick zurück"

Gesprächsweise erwähnte ich kürzlich "das Telex"... und begann zu erzählen aus meiner Frühzeit im Büro: Wer kennt es noch, das gute alte Fernschreibgerät mit Telefonwählscheibe, Lochstreifenschreiber- und -leser und sehr hohen Tasten, die tüchtig klapperten, wenn jemand ein Telex - meist "auf Vorrat" - auf Lochstreifen tippte?



Ich erinnere mich daran, wie schwierig es war, eine Verbindung nach Japan, schlimmer noch nach Venezuela, herzustellen: Ein Schrei ging durch die Firma: "Hat noch jemand etwas für ...?". Wenn wir Glück hatten und die Verbindung nicht nach wenigen Minuten zusammenbrach, konnten alle angesammelten Nachrichten in einem Schwung abgesetzt werden, ein Adrenalinschub durchfuhr uns geradezu. Einer unserer besten Telex-Operators war Norweger, mit flinken Fingern konnte er sogar die Lochstreifen "lesen" und eilige Nachrichten sofort und live hintendranschreiben - das war sein persönliches Privileg.

Damals lernte ich viele (englische) Abkürzungen kennen, die heute allgemein als "Chat-Kürzel" bekannt sind und seinerzeit notwendig waren, um die Verbindungszeit kurz und damit die Telefonkosten möglichst gering zu halten.



Nun habe ich meine Fotoalben durchforstet auf der Suche nach der Telexmaschine und dabei gleich noch zwei andere Dinosaurier zu Tage gefördert: meine heissgeliebte rote IBM-Kugelkopf-Schreibmaschine und aus späterer Firma die damals neueste Olympia-Schreibmaschine.



Die Bildqualität lässt zu wünschen übrig, aber mehr Qualität ist trotz Bildbearbeitung nicht drin, Ausgangsmaterial sind Fotos aus den damals sehr beliebt gewesenen Pocket-Kameras, die zudem aus Altersgründen bereits sehr verfärbt sind. Datum der Aufnahmen: 1976 und 1977.

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