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Sonntag, 18. November 2007

öffentlicher Personennahverkehr

Bahnstreik incl. zum zweiten Male deshalb versemmelter Zahnarzttermin war gestern.

Heute ging es zur Freundin. Kein Problem und seit fast 20 Jahren erprobter Weg. Von hier zum Hauptbahnhof sind es 25 Minuten, dann Umsteigen in die Regionalbahn (ehemals S4), Aussteigen in Rahlstedt, 15 Minuten Fußweg an der Bargteheider Straße entlang, ein Mal um die Ecke und ... NIX WARS... Einfach war vorgestern, heute geht die Story so:

Am Hauptbahnhof vergeblich auf dem Zuganzeiger nach Bargteheide, Ahrensburg oder Bad Oldesloe gesucht. Bahnbediensteten gefragt, dieser teilte mit, dass der Zugverkehr Richtung Rahlstedt bis zum 08.12. wegen Bauarbeiten eingestellt sei.

Wie ich denn heute, jetzt gleich, nach Rahlstedt kommen würde? Ganz einfach, mit der S-Bahn nach Hasselbrook fahren. Dort fährt sogenannter Schienenersatzverkehr (Bus) nach Rahlstedt. Ah ja. Gesagt, getan - dachte ich.

Am Hasselbrookbahnhof der Hinweis an der Bushaltestelle, dass es am Wochenende jede Stunde genau einen Bus gibt, dieser aber nur bis Tonndorf fährt. Dort müsse man umsteigen in die Regionalbahn und eine Station bis Rahlstedt fahren. Die Abfahrtzeit war in etwas mehr als 30 Minuten... Aber, schau an, ein Bus bis Wandsbek Markt! Von dort komme ich doch auch mit dem Bus nach Rahlstedt? Schnell eingestiegen...

Eine halbe Stunde später in Wandsbek durchgefragt bei freundlichen kaffeepausierenden Busfahrern - ich hatte noch nicht losgelegt, da musste ich hören "meinen Kaffee kriegen Sie nicht" - und erfahren, welcher Bus nach Rahlstedt fährt. Nach einer gefühlten Viertelstunde Wartezeit ging es dann tatsächlich los... Ja, es gibt Gegenden in Hamburg, die ich in dieser Ausführlichkeit noch nicht gesehen hatte...

In Rahlstedt sah denn alles ganz anders aus als sonst... Den Busbahnhof, ganz neu gebaut, kannte ich auch nicht, komme ja üblicherweise mit dem Zug an. Orientierungsprobleme, wo muss ich hin? Welcher Weg? Sieht ja alles so unvertraut aus. Ist immer mein großes Glück, wenn ich mich nicht recht auskenne, dass ich grundsätzlich in die falsche Richtung gehe, kenne ich schon. Deshalb: Freundlichen Passanten in Person eines Kinderwagen schiebenden sächselnden Vaters nach dem Weg befragt und los getappert.

Irgendwann auch angekommen.

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