Schaufensterdekoration
Wir nehmen an einer Marketingcampagne eines namhaften Armaturenherstellers teil und lassen zum ersten Mal unsere beiden Schaufenster professionell von einer Dekorateursfirma gestalten.
Gleichzeitig ist die Zeit der weihnachtlichen Schaufensterdeko gekommen, und die Chefdame hat da so ihre ganz eigenen Vorstellungen, hat einiges neu gekauft und möchte die Armaturendeko mit weihnachtlichem Ambiente versehen.
Dieses brachte den jungen Mann, welcher zur Mittagszeit in der Firma eintraf, fast zur Verzweiflung: Die Armatureninstallation ist in blau, weiß und silber gehalten, beinhaltet aufgehängte Plakate, Pappwürfel für die Präsentation der Fake-Armaturen mit Plexiglassockel, einen Lichtkasten mit dem Herstellerlogo... Die Wunschdeko der Chefdame besteht aus riesigen roten Weihnachtskugeln, großen weißen beleuchteten Sternen, einer sich bewegenden (und leider auch singenden) Weihnachtsmannfigur im Schaumbad und grünen Plastik-"Tannen"-Girlanden mit Glitzer, die vorn im Schaufenster zu liegen kamen.
Besagter Dekorateur gab sich große Mühe, dieses miteinander zu vereinen, seine künstlerische Ader wehrte sich vehement gegen das Rot und Grün zwischen all' dem Chromglanz und blau. Immer wieder stand er mit den riesigen roten Kugeln, an welche goldenes Geschenkband geknüpft war, draußen vor den beiden Fenstern, abwägend, wo diese am besten einzufügen wären.
Genossen hat er sicherlich die vom Chef spendierten Tortenstücke nebst Kaffee - und unsere gute Laune. Wobei es - zumindest bei mir - heute mit der Konzentration auf die Arbeit nicht weit her war. Schließlich wurde seit 8 Uhr früh das Fenster ausgeräumt, Kisten mit Weihnachtsdekoration hin und her getragen, Verlängerungskabel, Steckdosen, Zeitschaltuhren herausgekramt, dazwischen versuchte unsere Putzfee fast verzweifelt, Staub zu saugen, Schreibtische zu wischen etc. Außerdem hat die firmeneigene Spülmaschine heute das Zeitliche gesegnet...
Zur Feierabendzeit war der junge Mann noch damit beschäftigt, in eines der Fenster einige kleine Heizkörper zu integrieren - schließlich ist der Heizungsbau auch ein nicht zu vernachlässigender Geschäftszweig unserer Firma.
Ich bin also gespannt, wie das "Werk" morgen aussehen wird, werde es dann gelegentlich auch fotografieren.
Labels: X-mas

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