Marens Besuch im Januar
Viel zu schnell sind die zehn Tage vorbei gegangen!
Ich habe extra ein bisschen gewartet mit einem Bericht, um erst einmal alle Eindrücke "sacken" zu lassen... Da war sie nun also, meine große "kleine" Tochter, besonnen, glücklich und strahlend. Sehr erwachsen geworden in den letzten Monaten, und dennoch immer "einfach Maren".
Als ich sie im letzten März in Rom verließ, war sie ein junges Mädchen, nun hat mich eine sehr liebenswerte junge Frau besucht. Ein wenig seltsam, wenn man die Entwicklung nur unzureichend aus der Ferne begleiten darf.

Maren hat aufgeräumt, nicht nur ihr Zimmer und ihre Dinge, auch Freundschaften wurden auf die wichtigen reduziert, die uralt-Mailadresse gelöscht - irgendwie hat sie deutlich sichtbar ihr ganzes Leben aufgeräumt... Das "Ausmüllen" in ihrem Zimmer ist nicht wirklich spurlos an mir vorbei gegangen - es fühlte sich wirklich an wie ihr Auszug und war mit einer gehörigen Portion Sentimentalität auf meiner Seite verbunden. Nesthäkchen ist erwachsen geworden... (und spricht Italienisch am Telefon, als hätte sie es schon immer gesprochen!)
Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, Abende mit Limoncello und Wein am Küchentisch, ein "verbummelter Sonntag", wir haben geredet, geredet, geredet, als könnte man auf diese Weise Monate nach- und auch vorholen. (Nichts gegen Telefonate, aber "live" zusammen zu sitzen ist einfach tausend mal schöner!) Nicht zu vergessen die mitgebrachten Pasta-Köstlichkeiten!
Außerdem gab's natürlich Ninas Geburtstag zu feiern (sorry, dass der dabei so ein wenig unterging, und ich war so krank...), die besten Freundinnen (Navina ging hier ein und aus, will mir scheinen, dabei betraf es nur die Wochenenden! Danke für Apfelstrudel mit Vanillesoße), Oma und Petra (auf Marens speziellen Wunsch, ein gelungener Abend,) mussten getroffen werden, der Bruder war ganz, ganz wichtig (spaßiges Aufräumen, Begrüßung und Verabschiedung am Flughafen seien hier besonders genannt) - und die Schwester auf jeden Fall und sowieso!
Shoppen war ein "Muss", da in bella Roma nicht alles in passender Größe zu kaufen ist (Stiefel!), dank vorhandener Zuwendungen (Weihnachten war ja noch nicht lange her!) war auch das eine oder andere Extra mit drin - vor allem der Koffer musste ersetzt werden! Und es hat ihr offenbar Freude gemacht, auch ein paar Teile für mich auszusuchen. Ein entspannter Vormittag in Harburg!
Da mein Chef mir quasi ein paar Urlaubstage "hinterher getragen hatte" (ich war ja auch trotz heftiger Erkältung und nächtlichem Fieber nicht ausgefallen - die Rechnungen mussten raus! Ich habe aber das freundliche Gefühl, dass ich deutlich besser behandelt werde als viele Kollegen), konnte ich einige Tage mit Maren wirklich entspannt genießen und sie schlussendlich am Montag vergangener Woche zum Flughafen begleiten.
Nur dieser Trennungsschmerz, scharf und schneidend, wird wohl bei jedem Abschied mein Begleiter sein...
Labels: Familie

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