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Mittwoch, 26. März 2008

Der Osterhase trägt einen blauen Fahrradhelm

Heute fiel bei mir der Zehner förmlich centweise:

Kurz vor Feierabend, ich bin dabei, meine "Portokasse" abzurechnen. Kommt ein Fahrradkurier ins Büro, legt ein Päckchen auf den Tresen, murmelt etwas von "Paket für Frau P."... ich gucke kurz hin, murmle "danke" (hab ich? hoffentlich!), Kurier trollt sich. Ich wende mich wieder meinen Belegen zu.



Da fällt der erste Cent... Moment... für *mich*? Für mich ist's doch nur, wenn ich eigene Sendungen in die Firma umleite. Ich habe aber nichts ins Büro bestellt. Guck drauf - wundere mich. Räume meine Belege zusammen, verschließe die Geldkassette. Ein Blick auf den Absender: O. Hase aus Oster-Ohrstedt??? Das war der zweite Cent... Vom Osterhasen!

Paket wird näher angeguckt: Da hat sich jemand richtig Mühe mit der Verpackung gemacht und aus dem Klebeband gleich noch einen Tragegriff gebastelt. Der Osterhase weiß also, dass ich Fußgänger bin und evtl. keine große Tasche dabei habe.

Jetzt lässt es mir keine Ruhe. Das Päckchen wird vorsichtig geöffnet. Guck... Grübel...

Wer weiß, dass ich mich im Moment intensiv mit Compi-Innenleben beschäftige? Drei männliche Personen. Person Nummer eins ist zwei Meter groß - passt nicht. Person zwei ist Hartz4-ler, passt auch nicht, hat nichts zu verschenken und von PCs keine Ahnung. Person drei... nein! Kann nicht sein...

Wer also? Der nächste Cent plumpst ganz laut, als ich Knoppicillin entdecke. Darüber hatte ich nur mit einer einzigen Person kommuniziert. Also doch!

Oh Mist, da ist mir der Osterhase entwischt... Und ich dummes Weib hab dem vermeintlichen Kurier kaum einen halben Blick geschenkt und ganz bestimmt versäumt, auch nur ansatzweise ein freundliches Gesicht zu machen... Verflixt und zugenäht, ich habe diesen behelmten Hasen zuletzt im September 1974 live und in Farbe gesehen... Herzklopfen. Adrenalinschub. Zu spät.
Dankeschön, Herr O. Hase!

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