Patch Day und dreitausend Teile
Szenario eins:
Kürzlich: Der Arbeitscompi will nicht, wie er soll. Sehe aber, dass er sofort morgens das aktuelle Update gezogen hat. Ist vielleicht besser, er installiert erstmal alles? Während des Neustarts ernte ich ungläubige Blicke. Sage "na ja, heute ist ja patch day, vielleicht hat dadurch vorhin etwas geklemmt." Ihr Gesicht ein einziges Fragezeichen: "Patch? Was ist das denn?" Jeder Erklärungsansatz führt zu noch mehr Unverständnis. Hatte dann erstmal drauf verzichtet. (Der PC tat danach tatsächlich wieder alles, was er sollte.) Drei Tage später konnte ich zumindest auf das Thema Win-Update hinweisen ohne mich in Einzelheiten zu verlieren und wurde vermutlich auch verstanden.
Szenario zwei:
Heute: "Dreitausend Teile hatte ich auf meinem Laptop! Alles über's Internet. Wer weiß, was die Kinder da wieder gemacht haben! Und alles mit TuneUp aufgeräumt, super Programm!" Meine Nachfrage, was das für "Teile" waren, Viren, Trojaner, Drive-by-Downloads... wurde beantwortet mit "wir wollen doch lieber Deutsch sprechen. TuneUp kann so viel aufräumen, sogar die temp-Dateien waren alle weg!" Hilfe! Mit diesem netten Menschen kann ich mich normalerweise ganz gut verständigen, aber in so einem Fall weiß ich wirklich nicht mehr weiter.
(Jetzt werde ich erstmal ganz entspannt meine Fotos von vorgestern sichten.)
Labels: Computer

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