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Freitag, 6. Juni 2008

Stiefmütterchen

... kamen in die Krankenstation:



Nachdem sie erst so prächtig gediehen waren, hingen sie nur noch traurig und vor sich hin verkümmernd herum. Der Grund ist, wie ich annehme, dass ich sie übergossen habe. Bei dem anhaltend schönen Wetter bekamen sie abends jeweils einen Schwall Wasser von mir. Eigentlich normal. Aber: Ich habe seit dem letzten Jahr Blumenkästen aus Kunststoff. Trotz Drainagelöchern konnte das überschüssige Wasser nicht ausreichend abfließen, so dass ich sie fast zu Tode gegossen hätte. Also habe ich vorgestern Abend die Pflanzen ausgesetzt.

Ja, ja, die Zeit für Stiefmütterchen ist eigentlich vorbei. Aber ich mag nichts, das lebendig ist, wegwerfen. Und habe vor vielen Jahren erlebt, dass Stiefmütterchen winterhart waren und sich fleißig vermehrt hatten. Schaun wir mal, was wird.

(Meine "Terrassen-Artikel" zähle ich jetzt nicht mehr hoch, denn ich habe - wie schon früher geschrieben - festgestellt, dass sich diese Aktion zu einem Projekt auszuwachsen [wortwörtlich] scheint...)

Übrigens ist die schöne dunkle Erde normale Blumenerde. Alles andere heißt nur "Erde". Unterhalb der Begrünung liegt massenweise Bauschutt (das hatte ich damals gesehen, als diese Wohnanlage noch eine Baustelle war), darüber eine dünne (?) Schicht Pseudo-Erde, die einen reichlichen Anteil Sand zu enthalten scheint. Ich hab's schon immer so gehalten, dass ich bei Bedarf normale Blumenerde drauf verteilt habe, wenn ich etwas gepflanzt habe. "Nur die Harten komm' in' Garten", erstaunlich, dass trotzdem alles mögliche dort wachsen mag!

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