Dokumente - Step six
Mal wieder ein Follow-up.
Gestern vormittag habe ich wieder das Italienische Konsulat besucht. Die "Wertigkeitserklärung" kann nicht ausgestellt werden, da die Mitarbeiterin der Schulabteilung zur Zeit im Urlaub weilt. Eine Vertretung gibt es nicht, da gerade italienische Schulferien sind. Ich soll bitte ab dem 26. August wieder erscheinen. Okay, auch das werde ich machen.
Das zweite Papier, das ich abgezeichnet haben möchte, ist eine Erklärung über Haushalts- und Vermögensverhältnisse, ein vom Konsulat online zur Verfügung gestelltes Formular. Die Mitarbeiterin der Notariatsabteilung würde gerade telefonieren, ich müsse bitte warten. Nächste Info dann ist, die Mitarbeiterin hätte zunächst andere Dinge zu erledigen, ich solle mich bitte weiterhin gedulden, sie würde mich dann holen.
Eine geschlagene Stunde oder mehr sitze ich wie ein Schaf in der Wartezone und beobachte (wie viele Einwohner Hamburgs haben eigentlich einen italienischen Pass?) ein Kommen und Gehen, allmählich werde ich schläfrig. Dann aber schnattert es hinter mir los, ich verstehe kein Wort.
Im Konsulat ist Italienisch Umgangssprache, aber die Angestellten sind perfekt zweisprachig.
Irgendwann reagiere ich. Ob sie mit mir sprechen würde? Ja, ob ich denn kein Italienisch könne? Aber das sei hier Notariatssprache! Ich folge der Angestellten (oder Notarin?) in das kleine Büro, das ich vom letzten Besuch bereits kenne, krame das vorbereitete Formular hervor, lege meinen Ausweis dazu.
Es folgen lange Diskussionen zwischen ihr und ihrem Mitarbeiter, der auf ihre Anweisung hin später am PC hier klickt, dort klickt und wirkt, als sei er ihr Sekretär. Ihre Aufregung bezieht sich offenbar darauf, dass dieses Formular nicht ganz richtig sei für meine Zwecke, es hätte nicht ins Internet gestellt werden dürfen... Nebenbei unterschreibt und stempelt sie es jedoch ab. Ich bekomme es kostenfrei. Dafür muss ich formlos auf- und unterschreiben, dass ich es für Studienzwecke meiner Tochter benötige. Wozu dann erst dieses Gezeter?
Schließlich bin ich wieder draußen, sammle meine Sachen aus dem Schließfach ein. Alle metallenen Dinge müssen im Eingangsbereich in ein Schließfach gelegt werden. Sicherheitsmaßnahme. Bevor ich diverse Teile aus meinen Taschen kramte, deponierte ich die große Tasche (bin ja auf der "Durchreise" zu meiner Mutter und habe allerlei Sachen dabei) und mein Handtäschchen (Handy, zwei Schlüsselbunde) nebst Regenschirm dort. Mappe mit Papieren verstaut. Abgang. (Spezieller Hinweis an den Schließfächern, dass Handys nicht gestattet sind.)
Bedingt durch stetigen Regen habe ich dann auf weitere Fotos aus der Rothenbaumchaussee verzichtet, obwohl ich das vorgehabt hatte. Aber ich bin ja gegen Monatsende erneut dort.

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