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Montag, 4. August 2008

Freud und Leid

In diesem Falle überwiegt das Leid.

Da freute ich mich gerade, dass ich schon wieder ein wenig abgenommen habe - nein, eine Waage kommt mir seit 20 Jahren nicht ins Haus, aber mein Maßband leistet mir hilfreiche Dienste. Ich wollte mich frohgemut fertig machen, um die Harburger Geschäfte unsicher zu machen (Merksatz: aufgebrezelt wirst du immer besser bedient), da gab es zwar kein gehörtes, dafür aber ein gefühltes "Plopp" in meinem Mund. Meine Brücke hatte sich von ihrem angestammten Platz entfernt. Ach du je, so kann ich nicht gut unter Menschen gehen - es sei denn, ich würde auf Lachen oder viele Worte verzichten wollen.

14.00 Uhr, die Zahnarztpraxis müsste bald öffnen, also sämtliche Stylingversuche unterlassen, stattdessen Versichertenkarte nebst zehn Euro in Griffweite gepackt und aufgemacht zu unser aller begnadetem Zahnarzt. Ja, ich müsse viel Zeit mitbringen, er sei heute allein in der Praxis, und es sei voll. Kein Problem, kaufe ich eben noch Lebensmittel ein. - Trotzdem hatte ich danach noch fast zwei Stunden Wartezeit... Der Gute fackelte dann gar nicht lange und setzte die Betäubungsspritzen schneller an als ich "oh" hätte sagen können, griff zum Handwerkszeug und fuhrwerkte los... Und ich sitze nun hier mit halbseitig betäubtem Gesicht und versuche, mich mit meinem Kaffee nicht zu bekleckern. (Aber die Brücke ist erstmal wieder fest, puh.)

Warum treffen mich diese Zahngeschichten stets, so bald ich im Sommer ein paar Tage Urlaub habe?

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