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Montag, 22. September 2008

Verkehrsgewimmel in Rom

Der Straßenverkehr: Chaotisch! Zumindest nach nordeuropäischem Empfinden.

In der Innenstadt ist das Straßenpflaster antik, wird auch immer wieder nach Bauarbeiten mit "Katzenkopfsteinen" instand gesetzt. (Häufig sind die Straßen untertunnelt bzw. ist der Untergrund hohl, dann sackt der Belag ab, und wenn es Löcher/Vertiefungen gibt, werden sie stückweise wieder aufgefüllt.) Die Straßen zwischen den Uralt-Häusern sind eng, mit nach unserem Empfinden wenig mehr als einer Fahrspurbreite.

Es gibt dort: PKW-Verkehr und Anlieferungsfahrzeuge plus Motorräder plus Fußgänger plus Restauration am Straßenrand. Man schlängelt sich hindurch, geht gelassen (was mir zugegebenermaßen nicht leicht fiel!) zur Seite, lässt ein Auto durch, wandelt weiter, lässt sich nicht irritieren von Motorrädern, die durchaus auch entgegen einer Einbahnstraße fahren mögen...

Selbstverständlich hat Rom auch neuere, breite und z.T. vierspurige Straßen, manchmal findet sich ein Zebrastreifen oder gar eine Ampel. Bleibt man nun als dusseliges Nordlicht am Zebrastreifen stehen und wartet, wartet man wahrscheinlich bis man schwarz wird!

Also: Losgehen, Blickkontakt zum Autofahrer herstellen, Autofahrer hält an, dabei weitergehen, gucken, ob dahinter kein Motorrad hervorschießt, weitergehen - NICHT in der Straßenmitte stehen bleiben! - Blickkontakt zum nächsten Auto von rechts herstellen, dabei weitergehen, Auto hält an, auf Motorräder achten, immer weiter gehen. Und schon ist die Straße überquert! Bei Regen dabei natürlich verlängerte Bremswege der Fahrzeuge berücksichtigen!

An einer Ampel: Selbes Spielchen wie vor. Mit dem Unterschied, dass bei grün und gelb auf jeden Fall losgegangen wird. Wer bleibt an der Ampel stehen? Natürlich die wohl erzogenen Touristen! Vergessen diese jedoch, dass zunächst das Knöpfchen zu drücken ist, springt die Ampel niemals um. Folge: Warten bis zum Schwarzwerden.

Einzige Neuerung: Verkehrspolizisten zur Rush-Hour auf der Piazza Venezia. Die große Metallplatte auf der Straße ist kein Gullydeckel, sondern wird bei Bedarf zu einer erhöhten Plattform für den Verkehrspolizisten, der einen weißen Bobby-Helm trägt - und weiße Handschuhe, mit denen er höchst elegant in der Gegend herumwedelt, dazu eifrig seine Trillerpfeife bearbeitet.



Parkplätze mit blauen, gelben und weißen Markierungen bedeuten unterschiedliche Parkberechtigungen. (Weiß immer und umsonst, blau mit Parkschein gegen Gebühr und gelb für Behinderte.)

Die Innenstadt bleibt teilweise am Sonntag bis 18 Uhr autofrei, es gibt allerdings einige Ausnahmen.

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