MyBlog

Donnerstag, 13. November 2008

Ich hatte gestern nicht geahnt

..., dass die Fortsetzung heute früh folgen würde.
Kein Hinweis in den Nachrichten. Kein Gedanke daran, dass ich zu spät kommen würde:

7.00 Uhr, auf dem Weg zum Bahnhof sah ich "Ersatzbusse" fahren. Fragte an der Bushaltestelle wartende Personen und erfuhr, dass heute früh keine S-Bahn fahren würde. Busverkehr bis Wilhelmsburg, dort ginge es dann mit der S-Bahn weiter.

Zehn Minuten auf den Bus gewartet, der sich dann im Schritttempo Richtung Autobahn quälte. Die Autobahn noch nicht erreicht zu einer Zeit, während der ich normalerweise bereits am Hauptbahnhof umsteige.

Der Busfahrer gab bekannt, dass ab sofort ab Harburg die Bahn wieder fahren würde und lud seine Fuhre dort um 7.45 Uhr aus.

Der Bahnbedienstete an der Treppe zum Niedergang erklärte mit einiger verzweifelter Verwirrung, es würde keine S-Bahn fahren, und man wüsste nicht, warum die Busfahrer hier ihre Tour beendeten. Für alle diejenigen, welche im Bereich Wilhelmsburg/Veddel arbeiten, wurde krampfhaft nach Lösungen gesucht, wir anderen sollten bitte mit der Fernbahn bis zum Hauptbahnhof fahren.

An diesem Punkt angekommen, zückte ich zunächst mein Telefon, um meinen Chef über meine Verspätung zu informieren. Es sollte niemand eine Vermisstenmeldung nach mir aufgeben. (Da meine Kollegin heute Urlaub hatte, war es eine besonders ungünstige Konstellation, aber die Chefdame hatte netterweise das Telefon betreut.)

Auf dem Fernbahnsteig ein "Metronom", bereit zur Abfahrt, aber das Personal war geduldig. Die meisten Türen zeigten abweisende Gesichter: geschlossen, da bereits überfüllt. Hektischen Schritts bewegte man sich also weiter vorwärts, bis eine Zugtür endlich Einlass gewährte. Irgendwann nach 8.00 Uhr am Hauptbahnhof angekommen.

Ausnahmsweise bei einer Bäckerei ein belegtes Brötchen gekauft, was mir einen kleinen Moment später durch eine vorbei eilende Person aus der Hand geschlagen wurde, so dass die Tüte samt Inhalt eine Rutschpartie zwischen die Passanten machte. "Natürlich" keine Entschuldigung bekommen. Aber das Brötchen konnte ich retten - dank der Verpackung. Wahrscheinlich hielt ich damit andere Leute auf, in dem ich ihnen quer vor die Füße lief.

Der Rest der Tour verlief alltäglich, und ich erreichte meinen Arbeitsplatz ungefähr eine Stunde später als üblich. Darauf erstmal einen Kaffee...

Nachgedanke: Ich hätte mir eine Information gewünscht, aus der ich hätte entnehmen können, welchem unglücklichen Zu- oder Umstand ich dieses Abenteuer verdankte.

Nachtrag: Heute, 14.11.2008 gefunden.

Labels: ,

Links zu diesem Post:

Link erstellen

<< Startseite