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Freitag, 14. November 2008

(k)ein Regenschirm und Kaffeeduft

Trotz novembertrübgrauen Nieselwetters habe ich einfach gute Laune!

Freitags ist früh Feierabend, perfekt für einen Termin beim Friseur, bin allerdings zu früh dran (ja, die S-Bahn fährt wieder störungsfrei). Kein Problem, ich brauche eine neue Handtasche mit ausreichend Platz für Unterlagen in DIN A4.

X-bags ist ganz in der Nähe - der Tipp schlechthin, wenn es um Taschen in einem Preissegment geht, für das man keinen Lottogewinn braucht. All zu groß ist die Auswahl in der Größe (und in schwarz) nicht, aber ich mache kein Aufhebens von derlei Besorgungen und erledige diesen Einkauf in kürzester Zeit. Und da das Teil herab gesetzt war, habe ich auch noch einen Zehner gespart. Meine schöne ROMA-Tasche geht nun in die Winterpause und muss nicht unter feuchtem Wetter leiden.

Der nächste Weg führt mich zu meiner Bank und ist schnell erledigt. Nervig nur das Hantieren mit dem großen Regenschirm, meiner Tasche und dem Neukauf. Keine Ablage am Banktresen. Egal, bin dort fertig und habe immer noch Zeit. Hm... ich hatte doch so schöne Angebote bei Tch_bo entdeckt? Also ein bisschen dort gestöbert und an der Kasse Appetit auf den Espresso bekommen. Nein, nicht um ihn zu dort trinken, sondern ganze Bohnen, für mich frisch gemahlen, müssen mit mir kommen. Gratis gab's ein zauberhaftes kleines Rezeptbuch im Kaffee-Genießer-Design. Okay, Schirm auf die Ablage vor der Kasse, Tüte mit Tasche auf den Boden gestellt, aus der aktiven Tasche die Geldbörse ausgegraben. Und eine weitere Tüte überreicht bekommen.

Nun sollte ich mich allmählich wieder auf dem Weg zu meiner Friseuse machen. Geld wieder eingepackt, allerlei Tüten-und-Taschen-Kram gegriffen und den Laden verlassen. Frohgemut und dermaßen bepackt, entdecke ich in der Fußgängerzone einen Hinz & Kunzt-Verkäufer und kaufe spontan ein Heft. Nach dieser "guten Tat des Tages" wird es mir bei dem Dauernieselregen doch ein wenig ungemütlich.

So gehe zurück zum Friseur. Als ich durch die Tür gehe, fällt mir so halb unbewusst auf, dass ich meinen Regenschirm gar nicht bei mir habe.... Habe ich ihn im Kaffeegeschäft gelassen? Egal, er hat mich eh nur genervt, und ich habe noch mindestens einen von der Sorte. (Werbeartikel meines Brötchengebers.)

Zum Haare schneiden komme ich zwar noch immer nicht gleich dran, aber wofür habe ich meine neuen Bücher dabei? Also durch Grammatik und Vokabeln geblättert, während im Salon sich verführerischer Kaffeeduft ausbreitet. Der aus meiner Tüte kommt! Eine Friseuse beginnt, von Wiener Caféhäusern, faulem Nichtstun und aus-dem-Fenster-gucken zu phantasieren. Ich denke, dass mich gleich zu Hause ein wunderbarer Latte Macchiato in einem großen neuen Kaffeeglas erfreuen wird und schicke einen stillen Gruß nach bella Roma.

Ich räume meine Bücher weg, dabei fällt mein Blick wie zufällig auf meinen Bankbeleg von vorhin: Fataler Fehler! Ich muss also nochmal zur Bank. Egal, erst werden jetzt die Haare geschnitten... Dann zurück zum Geldinstitut. Am Ende hat sich der Bankmensch entschuldigt und flugs umgebucht, alles in Ordnung. Wo Menschen arbeiten, passieren eben auch manchmal Fehler. Gut, dass ich das entdeckt hatte, bevor ich zu Hause war!

Ob ich mir jetzt noch einen zweiten LatteM mache?
Und dann aber lernen...
Euch allen ein schönes Wochenende!

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