Wohin mit meiner Wut?
Der zweite Tag voller Wut und Frust - an dieser Stelle kann ich das meiste nicht benennen, weil's hier nichts zu suchen hat...
Immer wieder Menschen, die nicht zuhören können oder möchten, Menschen bzw. ein Mensch, der grob unhöflich bis zur Ungezogenheit war, eine Menschin, von der ich mich verschaukelt fühlte (was wahrscheinlich hochgradig ungerecht von mir ist - trotzdem fühle ich mich so). Der Ungezogene hat sich zwar zehn Minuten später kurz und knapp entschuldigt, das macht das schlechte Benehmen aber nicht rückgängig, sondern sorgt nur dafür, dass ich verpflichtet bin, weiterhin friedlich zu bleiben. Ich bin manchmal so fassungslos (weil überrascht), dass ich nicht einmal zu kontern in der Lage bin. Stattdessen kämpfe ich gegen den Drang an, vor Wut zu heulen, was ich mir dort natürlich auf keinen Fall erlauben kann. So viel zum Thema "Frohsinn im Büro."
Feierabend. U-Bahnhof, auf der Treppe quält sich eine junge Frau damit, ihren Kinderwagen Stufe für Stufe nach unten zu "hoppeln". Mir sieht man nicht an, dass ich dank dauerhaft lädierten Knies nicht mittragen kann. Ich frage einen entgegen kommenden jungen Mann, ob er ihr bitte helfen könnte. Kurz und kanpp sagt er "nein" und sucht das Weite. Schon wieder bin ich fassungslos. Was ist das für eine Welt?
An meinem heimatlichen Bahnhof angekommen, gehe ich zum Geldautomaten. Der teilt mir nach einigem Geratter lapidar mit "Fehler bei der Vorbereitung der Auszahlung". Das habe ich ja noch nie gelesen. Warum geht das Gerät nicht einfach auf Störung, statt die komplette Prozedur abzuarbeiten? In fußläufiger Entfernung sind noch zwei Automaten bei der Sparkasse. Der erste Automat nimmt meine Karte und zeigt dann an: "Karte ist für diesen Automaten nicht zugelassen." Hätte nicht ein anderer Kunde das gleiche Problem gehabt, ich hätte angefangen, wahlweise an mir oder an meiner Bankkarte zu zweifeln.
Nun gut, der nächste Bankomat tat dann seinen Dienst wie vorgesehen.
Das "Goodie" des Abends ist tatsächlich etwas Gutes: Meine Wassergeldabrechnung birgt keine böse Überraschung, ich wurde sogar herunter gestuft.
Labels: Blog

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