Heute Vormittag hatte ich mir nun meinen Compi vorgeknöpft, um
diese Geschichte zu einem hoffentlich guten Abschluss zu bringen. Ist ja bei weitem nicht das erste Mal, dass ich an (m)einem PC herumschraube. Allerdings ist "schrauben" ja schon lange nicht mehr wörtlich zu nehmen, irgendwie geht ja fast alles mit irgendwelchen Clips.
Erstmal kam der Speicherriegel dran. Keine große Sache, allerdings will sich mir nicht erschließen, warum er nicht in die dritte Bank mag, er rastet einfach nicht ein. Also einen um- und diesen eingesetzt. PC gestartet, wird erkannt, erstmal alles gut so weit.
Next Step. Alte GraKa gelöst, heraus....??? Wann habe ich zum letzten Mal eine Grafikkarte ein-aus-umgebaut? Links lässt sie sich offenbar aus dem Steckplatz ziehen, rechts nicht? Nun hängt sie irgendwie "auf halb neun", so kann's natürlich nicht gehen.
Grübel-grübel-und-studier... Austauschkarte betrachtet, da ist unten rechts so eine Art Haken dran... hm-hm.. und auf dem Mainboard ist so ein merkwürdiges rundes Teil... Ein bisschen dran herum gezogen, gedrückt, gedreht - alles fest. Klar, weil die Karte ja immer noch schräg im Steckplatz hängt. Richtig eingeklemmt, es geht nicht vor und zurück. Ganz clever verzichte ich in meiner unendlichen Weisheit darauf, jetzt Brachialgewalt anzuwenden - aber mir wäre irgendwie danach... Mit Geduld und ein wenig vorsichtigem hin- und hergezupfe an der linken Seite der Karte sowie gleichzeitigem Herumgepfriemel an diesem komischen Knopf, der sich als eine Art Klemme in Gestalt einer Feder erweist, geht's dann plötzlich auch ganz sanft.

Der Einbau des Austauschteils dauert dann maximal 10 Sekunden, da ich jetzt das Prinzip kenne. So kann frau auch auf den aktuellen Stand der Technik kommen - mittels Try & Error. (Ich erinnere mich an Karten mit doppelter und halber Baulänge - die ersten PCI-Karten? - aber so ein Federdingens am Board bzw. eine Art Haken an der Karte war mir noch unbekannt.)

Einen Treiber hatte ich vorsorglich per Download geholt - Frau denkt mit und sorgt vor, in diesem Falle, wie sich gleich zeigt, völlig überflüsigerweise. Windows startet mit einer Auflösung in Monstergröße und bietet auch sofort an, die Auflösung zu ändern, wobei sich heraus stellt, dass sich die Karte automatisch mit ihrem Grafikchip dem System vorgestellt und den aktuellen Treiber eingebunden hat. Das ist mal etwas, das mir an XP eindeutig gut gefällt! Eine Überprüfung ergibt, dass es tatsächlich der aktuellste Treiber ist, der bereits auf meiner Festplatte lag. Feine Sache. Die vorangegangene Treiber-Recherche ergab als Nebeneffekt, dass mir klar wurde, dass diese GraKa einst sehr kostspielig gewesen sein muss. Nochmals Dank an den edlen
Spender!
Die ersten Tests mit Flash-Animationen, kleinen Videos und größeren Bildern verlaufen positiv. Und natürlich: Der Rechner hat enorm an Geschwindigkeit zugelegt. Das Leben könnte so schön sein - wenn, ja wenn der PC dann doch beim Hardcore-Test (YouTube) sich nicht wieder aufgehängt hätte! Muss ich denn unbedingt Videos gucken? Nein, nicht unbedingt. Aber: Freund Compi ist eben noch nicht wieder ganz zuverlässig, und das stört mich. Also werde ich morgen noch einmal ran müssen und die Speicherriegel Stück für Stück ausbauen und sie einzeln laufen lassen, um festzustellen, welcher der Bösewicht ist. Ich hoffe, dass das dann die Ursache sein wird.
Und weil der offene PC auch ein noch weitestgehend unentdecktes Fotomotiv ist, habe ich gleich wieder alles bildlich festgehalten.
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