MyBlog

Donnerstag, 15. Januar 2009

Anders.

Dieses Blog ist anders.



Gute Blogs sind häufig besucht, haben viele Kommentare, sind weithin bekannt. (Aber: Ist das die Definition von "gut"?)

MyBlog hat eine überschaubare Leserschaft, incl. einiger Leser, die täglich kommen.

Die Kommentarfunktion habe ich absichtlich nie aktiviert. (Wer etwas sagen möchte, wird meine Mailadresse finden können.)

Und ich schreibe keine Mainstream-Artikel. Manchmal setze ich einen Link auf etwas, das mir gut gefällt - natürlich. Allerdings erwarte ich keine Gegenbesuche. Wenn sie gelegentlich kommen, freue ich mich kurz darüber - und gut.

Meine kleine Zielgruppe erreiche ich immer, ebenso wie natürlich häufig Leser vorbei schauen, die via Suchmaschine kommen und hoffentlich finden, wonach sie suchen. Selten, sehr selten, reagiere ich auf gehäufte Suchanfragen, in dem ich ein Thema nochmals aufgreife. Dieses im Sinne von Hilfestellung, oft nachdem ich selber erfolglos auf der Suche war. Hin und wieder gewinne ich den einen oder anderen Stammleser auf diesem Wege, dann scheint sich hier jemand wohl zu fühlen, und das ist okay.

Dieses bleibt mein persönlicher Spielplatz, mal Experimentierfeld, mal Schutthalde, auch Notizzettel oder Tagebuch - unter Auslassung von allzu Privatem. (Ich schreibe gerne, aber erfülle oft nicht meinen eigenen Qualitätsanspruch. Mehr schreiben ist wie lernen.)

Selbstverständlich habe ich meinen persönlichen Kanon von Blogs, die ich täglich (und gerne) lese, handverlesen. Da kommt es mir selten nur darauf an, *was* gesagt resp. geschrieben wird, sondern das *Wie* spielt die größte Rolle. Lesegenuss pur in Form persönlicher Texte.

Warum ich das alles schreibe? Das alles sind natürlich Gedanken, die ich mir schon häufig durch den Kopf gehen ließ, aktueller Anlass ist folgender:

Gestern wurde ich via Claudias Webwriting Magazin aufmerksam auf die Blogbibliothek - eine schöne Sache, die auch von Carola lobend erwähnt wird. Hier ist eine Bibliothek der schönsten Textperlen im Aufbau begriffen.

Und doch... ich zitiere Claudia: Man soll dort besonders gelungene Blogartikel zur Aufnahme in die Bibliothek vorschlagen, doch benennen Blogger/innen vornehmlich EIGENE Beiträge. Und erwecken so den Eindruck, als gäbe es für sie kein (Lese-)Leben neben den Bemühungen, das selbst Geschriebene einer möglichst großen Leserschaft bekannt zu machen.

Ja, liebe Leute, gibt es denn nur noch das Trommeln für die eigenen geistigen Ergüsse?

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