volentieri
Für den Sprachkurs gilt das ungeschriebene Gesetz: Je intensiver ich mich vorbereitet habe, desto weniger kommen genau diese Dinge dran. So war's auch heute.
Es gab einen sprachlichen Quereinstieg in den Bereich Hausarbeit. Ohne Frage wichtig, dass man weiß, was stirare, pulire und lavare i piatti heißt, aber mal wieder überhaupt nicht mein Thema. Schlimm genug, dass ich sagen sollte, welche Hausarbeit ich gerne mache (gar keine außer hin und wieder das Kochen und Backen) und welche Arbeiten genau *ich* verrichte (langweilig, hier gibt es keine Auswahl), so hat mir "volentieri" sozusagen sprachlich das Genick gebrochen.
Dieses Wörtchen fiel in den allerersten zwei, drei Unterrichtsstunden mal, da eine Mitschülerin es häufig verwendete. Weder hatte ich es notiert noch sonstwie registriert. Und ich sollte alles Mögliche mit *volentieri* sagen, hatte allerdings keine Ahnung, was das sein sollte. (Ja, lacht nur!) So "von weitem sehr entfernt" glaubte ich, dass es irgendetwas mit *wollen* zu tun haben müsste (was ja auch nicht ganz falsch ist), hielt es für irgendeine exotische Konjugationsform. Und quälte mich mit irgendwelchen Hausarbeitssätzen und eben diesem Wort.
Hinterher ist man ja immer schlauer. Trotzdem fühle ich mich frustriert, da das übliche Erfolgserlebnis heute zwangsläufig ausbleiben musste. Und meine tolle Lernerei vom Wochenende muss ich fairerweise verbuchen unter "ich lerne ja für mich", und irgendwann werde ich es wieder wissen müssen.
Nächste Woche ist kursfrei, und "Hausaufgabe" ist, einen Tagesablauf zu verfassen. Ist sinnvoll, ja, aber gleichzeitig kommt mir das langweilig vor. So ein normaler Tag auf Papier verewigt muss sich ja öde lesen. Was soll's, jeder fängt klein an. Mein "Problem" ist, dass ich nicht *lernen* sondern *können* möchte. Aber vor dem Lohn kommt erstmal jahrelange Mühe ;)
Una buona serata.
Labels: Italienisch

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