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Montag, 2. Februar 2009

Wieder die Familienchronik

Das zweite Kind meiner Großeltern war mein Vater Gerhard, dieses Bild zeigt ihn 15-jährig:



Er durchlief seinerzeit eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker, und es existiert ein Weihnachtsbrief von 1942 an seine Eltern, aus dem ich hier einen Schnipsel zeige:



Dieser Stolz seines Lehrherren musste im folgenden Jahr seine Ausbildung unterbrechen, er wurde eingezogen in den sogenannten "Reichsarbeitsdienst", machte 16-jährig dort seinen Führerschein (unter Aufsicht eine kurze Strecke fahren, das war's) und musste in den Folgemonaten Wichtigmenschen quer durch Deutschland chauffieren, oft länger als 24 Stunden ohne Pause. Dieser Führerschein (heute im Besitz meines Bruders) enthält einen Sonderpassus, dass der Inhaber berechtigt ist, Fahrzeuge mit Holzvergaser zu führen. (Benzin drohte knapp zu werden, und alternative Möglichkeiten wurden auch damals schon gesucht und gefunden.) Mit diesem Führerschein ist er unfallfrei Auto gefahren bis er ihn aus Krankheitsgründen Anfang der 1990er Jahre in die Schublade legte.

Seine Ausbildung hat er übrigens nach Kriegsende 1946 beenden können. Da allerdings Autos dann erstmal Mangelware waren, stieg er - ich glaube 1952 - um auf die Reparatur von Schiffsmotoren. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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