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Sonntag, 8. März 2009

Späte Entspannung

Am Freitagmittag ist stets bei mir Wochenendbeginn, und fest geplant war, sämtliche verfügbare Zeit für's Lernen einzusetzen. Ich hatte mich sogar richtig drauf gefreut...

Wer hier mit verfolgt hat, was derzeit bei meiner Arbeit läuft, der kann sich jetzt schon denken, wie es weiter geht:

Freitag um 13 Uhr das Büro verlassen und die "geistige Jalousie" herunter gelassen. Zu Hause angekommen ein paar notwendige Hausarbeiten erledigt und mich an den PC gesetzt. In jedem Zimmer liegen hier inzwischen irgendwelche Lehrbücher, Wörterbücher, Aufzeichnungen, Listen usw. herum - und ich "flüchte"... Na gut, ein wenig Entspannung muss sein.

Bei YouTube herumgetrieben (siehe vorherigen Eintrag), wirklich schöne Sachen gefunden, und nicht einmal den Nerv gehabt, das gleich zu verbloggen. Statt dessen früh ins Bett gegangen und wie ein Stein geschlafen.

Gestern dann entsprechend sehr früh aufgewacht - toll, so viel Zeit zum Lernen - war das erste, was mir durch den Kopf ging. Als "Starter" leckeren italienischen Caffelatte bereitet. Hm - so könnte ein richtig guter Tag losgegangen sein... Nach meinem kleinen Einkaufsweg bin ich dann auch gut angefangen mit dem Wiederholen ... und bekam nach zwei Stunden Kopfschmerzen. Na, super. Pause, Frischluftzufuhr, Kaffee. Und Weitermachen ging nicht. Bis ich frustriert aufgegeben habe, mein selbst auferlegtes Pensum abzuarbeiten. (Hier wäre bestimmt ein langer Spaziergang gut gewesen für mich, allerdings haben wir derzeit richtig ekliges "Pieselregen"-Wetter. Also nur ein wenig auf der Terrasse herumgestanden und den Blumen beim Nicht-Blühen zugesehen.)

Anderer Ansatz. Einfach nur mit einer Liste von Präpositionen (Beispiele und Besonderheiten) beschäftigt, mehrfach durchgelesen, dem PC einverleibt und optisch aufbereitet. Mehr Spielkram als wirkliche Arbeit. Aber mein Kopfschmerz blieb. Er war so ein bisschen grenzwertig, nicht schlimm genug für eine Tablette, aber so störend, dass ich irgendwann mit den Nerven "zu Fuß" war. Also Wecker gestellt und ab ins Bett.

Heute früh schien mein Kreislauf ein wenig zu schwächeln - trotz des Wochenend-Lieblingsstarters Caffelatte - und meine Stimmung war total im Keller. Trotzdem: Verabredung ist Verabredung, also auf, auf zum Schwimmen. Die Cousine war noch heldenhafter, da gesundheitlich angeschlagen... [Im Schwimmbad war's nicht so prickelnd, voll, ein einziges Durcheinander, aber wir haben das Beste draus gemacht und hoffen nun wirklich auf den Frühling, damit wir wieder outdoor sein können.] Wie zu erwarten, hatte sich - trotzdem ich völlig durchgeregnet und triefnass war - nach meiner Rückkehr wohl meine Stimmungslage gebessert, aber so richtig lernwütig war ich immer noch nicht. Eher müde. Sehr müde.

Also habe ich das einzig Vernünftige getan und mich zwei Stunden schlafen gelegt. Seither geht es mir richtig gut, und nun flutscht auch die Lernerei. Typisch. Das Wochenende ist so gut wie vorbei, und ich bin nun meine Anspannung, meinen selbst gemachten Druck, meinen Kopfschmerz und meine Kreislaufprobleme los. (Jetzt nur nicht drüber ärgern...)

Es gibt ein bis zwei Leute, die sich bestimmt gewundert haben, warum ich dieses Wochenende hier so stumm im Blog bin, für die habe ich diesen Text geschrieben. Alle anderen, die's öde finden, mögen bitte ein Blog weiter klicken :))

... und ich gehe jetzt zurück zu meiner Übersetzung.

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