Sommerabend
... ist es keiner, aber es fühlt sich draußen fast so an wie ein Abend im Spätsommer.
Als ich eben noch einkaufen war, die Sonne tief und rosafarben, die Luft geradezu mild und warm (erster Tag mit nur T-Shirt unter der Jacke!), die Vöglein zwitscherten, da hatte ich das Sommergefühl. Nur den Blick musste ich abwenden von dem immer noch herum liegenden braunen Laub, das den Winter überdauert hat.
Auf meiner Terrasse tut sich täglich etwas - vielleicht Blühen die Narzissen am Montag zur Begrüßung des Töchterleins? Heute früh eine Maus im Gebüsch verschwinden sehen und schnell die Terrassentür geschlossen. (Vor neunzehn Jahren hatte ich mal eine in meine Wohnung verlaufene Maus hier, das genügt für ein ganzes Leben!) Die ersten Insekten brummen durch die Luft, vorzugsweise dicke, schwarz-(braun?)-gelbe, machen zwischendurch Pause auf den letzten Resten der Krokusse, sind aber immer zu schnell für meine Kamera wieder verschwunden.
Nachdem ich gestern Abend aus lauter Vorfreude auf den kurzfristig geplanten Besuch der Tochter nicht einschlafen konnte (Adrenalinschock positiv), hätte ich heute früh die personifizierte Müdigkeit sein müssen. Dem war nicht so, denn sogleich kurvten wieder alle möglichen Dinge durch mein armes Hirn - vorzugsweise die von der geistigen "To-Do-Liste". Und meine Sprachkurs-Hausaufgabe möchte auch noch erledigt werden. Schnell gestern abend noch die Vokabeln notiert, die mir immer zu entschlüpfen drohen, und das Karteikärtchen heute früh in die Handtasche gesteckt, als Lektüre für die Bahnfahrt. Irgendwie muss das jetzt nebenbei gehen. Von dem Mini-Aufsatz, den ich verfassen muss, bin ich aber noch meilenweit entfernt.
Jedenfalls war ich heute früh frisch und munter, und mit viel Schwung habe ich eine Menge von meinem Schreibtisch wegarbeiten können. Bleibt noch eine knifflige Aufgabe zu erledigen morgen.
Labels: Springtime

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