Wenn Dummheit weh tun würde
... tja, was dann? Es wäre wahrscheinlich in meinem täglichen Umfeld ein ziemliches Wehklagen zu hören. Ich verwende derzeit eine Menge Energie dafür, *nicht* wütend zu sein. Es ist eine reichliche Ansammlung von Kleinigkeiten jeden Tag, die mich mich fragen lässt, wofür die Menschen dieses komische Teil oben auf ihrem Hals mitbekommen haben - vermutlich als Halterung für die Frisur?
Ich bin mit meiner Arbeit ja keine Insel sondern ein Rädchen im Getriebe, fühle mich aber boykottiert durch das Gefühl, ständig gegen die Wand zu laufen. Kein Sand im Getriebe, sondern viele einzelne Vollbremsungen.
Da werden jahrelang erprobte und optimierte administrative Abläufe durch *Unterwanderung* (O-Ton: "Sie hatten ja Urlaub!") geändert, und ich kann das Chaos beseitigen. Bestimmte neue Vorgänge, die liegen bleiben (und von mir nach meinem Urlaub zusammengeführt werden) sollten, wurden dem Versuch einer jeweils einzelnen Handhabung ausgesetzt. Ein Kunde, von dem ich eine aktuelle Kontaktliste erbat, meinte, er hätte mir doch vor zwei Jahren bereits eine gegeben. (Aktuell?! Dort wechseln die Mitarbeiter bereits innerhalb eines halben Jahres ihre Positionen und Zuständigkeit häufiger.) Mails mit der Bitte um Auskunft zu einem Auftrag werden schlicht ignoriert. Menschen sind nicht fähig, eine im Arbeitsauftrag angegebene Handy-Nummer zu wählen und liefern den Auftrag unverrichter Dinge wieder ab. Handwerker schalten ihr Handy ab, um im Notfall nicht erreichbar zu sein.
Ich habe heute so viel gefaxt, dass das Gerät kurz vor dem Kollaps stand. (Formulare bitte unterschreiben und zurück faxen.) Mal sehen, wie viele Wochen ich jetzt wieder da hinterherfaxen kann. Dritt- und Viertmahnungen sind nicht ungewöhnlich.
Und morgen wird der Drucker gequält mit ein- oder zweihundert Rechnungen. Fließbandarbeit, ich hasse dich...
Ach ja, noch etwas Feines: Nachdem die Kollegin und ich am Montag endlich unsere PC mit Disketten-Laufwerken nachgerüstet bekamen, funktionierte gestern früh der bei der Kollegin lokal angeschlossene Drucker nicht. Dieser ist aber essentiell notwendig für den Auftragsdruck. Und? Niemand, wirklich niemand fühlte sich zuständig. Den Experten rufen hätte zwischen ein und zwei Tagen Wartezeit bedeutet. Alle Kollegen hatten die Ohren auf Durchzug gestellt. Drei Mal dürft Ihr raten, womit ich gestern früh die erste Dreiviertelstunde verbracht habe... (Ja, er funktioniert wieder, und zwar bei allen, die den Zugriff benötigen.)
Labels: Blog

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