MyBlog

Freitag, 1. Mai 2009

Hamburg, Friedhof Ohlsdorf

Ein sommerlicher 1. Mai, wie er schöner nicht hätte sein können, so war unsere Entscheidung, uns heute den Ohlsdorfer Friedhof anzusehen, genau richtig.

Der gemäß Wikipedia "größte Parkfriedhof der Welt" verlangt einem einiges an Ausdauer ab: Wir haben nur den südlichen Teil, also ungefähr die Hälfte, abgeschritten und haben allein damit über vier Stunden verbracht! Natürlich sind wir nicht stramm marschiert, sondern haben uns vieles genau angesehen.



Dieses Tor ist ein Teil des Haupteinganges, der genau gegenüber des S-Bahnhofes liegt. Übrigens war es sehr hilfreich, dass ich heute früh noch den Plan der Anlage mir ausgedruckt und mitgenommen hatte, es ist wirklich ein riesiger Friedhofspark, in dem man sich verlaufen könnte.



Auf dem Friedhof gibt es allerlei beachtenswerte Denkmäler, Skulpturen, Mausoleen und außer "ganz normalen" Grabstätten auch verschiedene - ich nenne sie mal - "Themenbereiche" sowie einiges an Monstrositäten, bei denen man sich fragt, ob da möglicherweise ein sehr schlechtes Gewissen gegenüber dem Verstorbenen beruhigt werden sollte?



Gedenkstätte mit Grabplatten von Flugzeugbesatzungen aus dem II. Weltkrieg.



Auch die Natur bot natürlich viel Sehenswertes, so wie hier diese Birke, die von einem anderen Baum "umwachsen" zu sein scheint. Oder eine Mischung zwischen Birke und Weide ist - gibt es so etwas? Die Birkenzweige hingen wie Weidenzweige herunter, und der Stamm war teilweise mit fremder Rinde umwachsen.



Die Rhododendronblüte hat begonnen, vor allem die weißen Blüten sind zu sehen, aber auch einige wenige in gelb, orange und pink. Viele Büsche haben noch Knospen. Auffällig ist auch, dass sie vielerorts riesig sind, geschätzte 7 m waren sie bestimmt hoch.



So wie auf diesem Foto verbergen sich viele ältere Gräber und Gedenksteine in den Hecken. Ab und zu kommt man auch an kleinen Teichen vorbei:



Und gut über das Gelände verteilt stehen Trauerkapellen. Die, die wir gesehen haben, sahen alle identisch aus, so dass ich nicht mehr jede einzelne fotografiert habe.



Blühende Nadelbäume gab's übrigens auch zu sehen:



Der Friedhof eines Diakonissenordens:



Ein Grabstein-Freilichtmuseum war etwas irritierend: Offenbar hat man alte Grabsteine von nicht mehr existierenden Gräbern zusammengetragen und mit neuer (personenneutraler) Beschriftung versehen.



Und wer jetzt noch mehr Fotos sehen und Erklärungen lesen möchte, begebe sich bitte in die Galerie.



Unser Ausflug hat uns so gut gefallen, dass wir uns irgendwann bestimmt auch die zweite Hälfte des Friedhofes anschauen werden.

Labels: ,

Links zu diesem Post:

Link erstellen

<< Startseite