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Montag, 18. Mai 2009

Von einer Post zur andern

Abendsport sozusagen.

Nachdem ich am Sonnabend nicht zur Post gegangen war (keine Lust auf Hetzerei) und die Tochter sich am Telefon darüber beschwert hatte ("Wieso, bekomme ich etwas von dir? Oder warum drängelst du jetzt so?") machte ich mich also vorhin gleich in Verbindung mit dem Heimweg auf zur Post nach Neugraben. Es steht auf den orange und blauen Karten ja immer so nett drauf, wo man seine Sendungen abzuholen habe.



Ich hatte reichlich Zeit und bummelte so vor mich hin, machte unterwegs noch das eine und andere Foto (schönes Wetter heute), und kam gegen zwanzig vor sechs am "Postschalter" an. (Wobei es im eigentlichen Sinne inzwischen weder Postämter noch Postschalter gibt - ausgestorbene Spezies.)

Die "Info-Post schwer" entpuppte sich (dank eindeutigen Formats) sogleich als Jacobs-Kaffee-Sammelbecher (wurde ja auch langsam Zeit). Die andere Sendung war nicht auffindbar, mir schwante bereits Böses, als ich die Angestellte wie irr und wirr in der Gegend herumsuchen sah.

Schließlich erbat sie meine Telefonnummern, weil man sich auf die Suche begeben wollte. Geistesblitz! Meiner! Dank früherer unguter Erfahrungen bat ich sie, doch bitte mal kurz meine örtliche Postfiliale anzurufen und nachzufragen... mit Erfolg! Lapidare Aussage der Angestellten, ich solle doch bei "blauen Karten" immer erstmal zu dieser "meiner" Filiale gehen, es würde hin und wieder die falsche Benachrichtigungskarte genommen. Mein Blick auf die Uhr verhieß nichts Gutes, eine Viertelstunde noch bis Ladenschluss...

So hurtig sah man mich noch nie die Neugrabener Bahnhofstraße entlangschreiten. Auf die Brücke? Nein, lieber nicht, vielleicht habe ich Glück und es fährt die nächste S-Bahn von Gleis 1 (welches direkt von der Straße zu erreichen ist)? Genau. Rein in die Bahn, Tür zu, eine Minute später wieder raus. Noch fünf Minuten Zeit. Geschafft. Und einen dicken Briefumschlag von der Tochter ausgehändigt bekommen!

Obwohl ich sehr neugierig war, womit Töchterlein mich bedenken wollte, musste ich doch meinem Unmut noch Luft machen. Tatsächlich wurde hier die Angestellte aktiv und nahm eine Beschwerde auf. Es kann doch nicht angehen, dass ich immer wieder von einer Post zur nächsten gescheucht werde, um meine Sendungen in Empfang zu nehmen!

Was drin war, wollt Ihr wissen? Ihr Naseweise, Ihr Schelmenpack, meint Ihr, er wäre offen, der Umschlag? (Gemach, gemach, ich kann nicht so schnell tippen, wie ich erzählen möchte.)


(weiblicher Clown heute am Hauptbahnhof)

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