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Mittwoch, 6. Mai 2009

Weißdorn

Meine Terrasse wird durch eine riesige, stachlige Hecke begrenzt. Vor Jahren von der Genossenschaft gesetzt, jedoch nie von den Gärtnern bearbeitet, da meine Terrasse "privat" aussieht und daher in Ruhe gelassen wird. Wir haben hier alle Freiheiten der Welt, müssen uns dann aber auch selber kümmern. Oder auch nicht.

Grundsätzlich fand ich das Wuchern des Weißdorns ganz in Ordnung, hatte mir allerdings für dieses Frühjahr bereits vorgenommen gehabt, ihn ein wenig zu stutzen. Aber wie? Ein mitfühlender Kollege hat mir seine Astschere ausgeliehen, mit der ich kürzlich auch das eine oder andere Experiment gewagt hatte. Und beschlossen hatte, es langsam und stückweise anzugehen, denn ich habe einfach nicht so viel Kraft, mehr als zwei oder drei von diesen sehr dicken und sehr stachligen Zweigen abzukneifen und zu zerkleinern. So ein Oberarm-Muskelkater ist nicht wirklich nach meinem Geschmack!

Und jetzt ist wieder einer im Anmarsch.

Heute ist es sehr windig, fast schon stürmisch. Was zur Folge hat, dass das Regenwetter von heute Morgen bereits weggepustet ist. Die Sonne strahlt (auch jetzt noch). So sah ich vorhin gleich nach meiner Heimkehr, dass sich irgendetwas verändert hatte. Prüfende Blicke, gar nicht so einfach mit der Sonne in den Augen, ergaben, dass einige Äste oder Zweige der Hecke herunter hingen. Richtiggehend abgeknickt waren sie. So war das heute der richtige Schubs, um mich wieder mit diesem kraftraubenden Thema zu befassen.



Ich quälte also meine tatsächlich noch vorhandenen Oberarm-Muskeln, in dem ich einige der monströsen Ast-Zweig-Dornen-Gebilde abschnitt-klemmte-drückte und die Riesenteile mit hoch erhobenen Armen, nämlich oberhalb aller sonstigen im Gärtchen vorhandenen Gewächse - wegen des Verhedderns - zwischen meinen Blümelein balancierend auf meine Terrassenplatten verfrachtete. Das ist angesichts der Menge des zu bändigenden Wildwuchses wieder nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Allerdings muss ich irgendwie diesen Stachelberg auch noch in haushaltsmüllkonformes handliches Format bringen, was wieder nur mit Astschere und evtl. der kleinen Blumen- und Heckenknipsschere geht...



Einen Teil habe ich davon noch erledigen können. Und dann für heute aufgegeben, denn meine Arme protestieren so sehr.

Ein hübscher Trost ist das hier:



Dem Rhododendron ist es sehr gut bekommen, dass ich im letzten Jahr ein bisschen an ihm herum geschnipselt hatte, er hat mehr Blüten als zuvor bekommen!




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