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Freitag, 19. Juni 2009

keine Chance

Sag mal, Petrus, muss das unbedingt sein? (Mir pfeift der Wind um die Ohren.)
+ Wie? Was? Wer spricht?
- Hallo! Haaaallllo, Petrus... (Dunkle Gewitterwolken türmen sich auf, es grummelt und grollt.)
War ich zu respektlos? Also noch einmal:
- Mit Verlaub, Euer Gnaden Petrus, würdest du mir bitte zuhören?
+ Ach, du schon wieder...
- Ich, immer ich... Aber irgendjemand muss sich jetzt mal drum kümmern.
+ Kümmern? Worum?
- Oh, du leihst mir jetzt dein Ohr? Fein.
+ Was möchtest du?
- Ich höre schon wieder aller Orten Klagen: Es regnet, gewittert, stürmt. (Hier mahne ich mich zur Vorsicht, sonst gibt es auch noch Schnee vielleicht?)
- Morgen ist Sommeranfang.
+ Ja, und?
- Bitte... gib uns Wärme und Sonne... Ich friere! (Erste Tropfen fallen herab.)
+ Zieh dir Socken an!
- Was nützen mir Socken, wenn ich nass werde?
+ Hast du keine Jacke, keinen Schirm, keine Gummistiefel? (Es blitzt!)
*seufz*
- Sehr geehrter Herr Petrus, es geht mir hier nicht um mich allein! Die Menschen warten auf den Sommer! Sind des Regens und der Kälte leid. Depressionen lassen lange Schlangen vor den Türen der Psychiater entstehen.
+ Wenigstens ein Berufszweig ohne Wirtschaftskrise. (Donner!)
- Der Winter war so lang - und nun müssen wir auch im Sommer noch heizen? (Verdammt, meine Heizung läuft nicht, ich friere!)
+ Na, na, nun werd' mal nicht übermütig: Habe ich nicht für ein zauberhaftes Frühjahr gesorgt? Mit blühenden Blumen und Sonnenschein im April? Hattest du nicht einen wunderbaren Urlaub?! (Es beginnt, in Strömen zu regnen.)
- Jawohl, und dafür bin ich auch sehr dankbar. (Den Blick gesenkt).
+ Nicht dankbar genug! Was stehst du denn noch hier und jammerst mir die Ohren voll? (Sturmböen.)
- Petrus, ich friere... ???
- ???
Mit den letzten Donnerschlägen vermischt sich das Geräusch sanften Schnarchens.
- Petrus...???
Plitsch, platsch, plitsch, stapfe ich von dannen...

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