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Dienstag, 2. Juni 2009

Neuwiedenthal

Fast ein Jahr ist mein letzter Spaziergang durch Neuwiedenthal her. Ich geb' es zu, die Versuchung, ihn zu "besichtigen" ist nicht allzu groß. Aber für einen kleinen Spazierweg gestern Abend war der Zeitpunkt gerade richtig. Bei allerfeinstem Sonnenschein sehen auch die schlimmsten Bausünden nur halb so hässlich aus.



"Neuwiedenthaler Weitblick", vor Jahren vom Mietwohnungshaus umgebaut zu einer Seniorenwohnanlage. Der Bedarf besteht zweifellos, aber wenn ich es mir dereinst aussuchen könnte, würde ich nicht ohne Balkon sein mögen.



Ein Stadtteil mit erstaunlich vielen öffentlichen Telefonen, andernorts scheinen sie mir ausgestorben zu sein.



Hübsch pastellig saniert und nicht so hoch - diese Häuser sind nicht gar so schrecklich.



Viel Grün überall, und teilweise alter Baumbestand, das empfinde ich durchaus als positiv.



Ecke Lange Striepen/Striepenweg: Die Thomaskirche. Gleich nebenan wohnen (wenn sie dort noch wohnen, aber warum sollten sie nicht?) der Pastor mit seiner Frau, die einst Töchterchens Lehrerin war. Und Frau K. hat die allerschönsten Blumen:



Ich hätte mich gern weiter gereckt und mehr vom Garten gesehen, aber ich respektiere natürlich die Privatsphäre anderer Leute. So habe ich mich dann zufrieden gegeben mit dem, was so am Grundstücksrand noch wächst:





Weiter ging es durch den Striepenweg, vorbei an der Schule und weiteren Grün- und Blühpflanzen. Am Ende der Straße ist das Gartencenter mit einer Verkaufsausstellung. Hier der "Palmengarten":



Und da jetzt der unbedarfte Leser denken mag, es sei alles "halb so schlimm" in Neuwiedenthal, kommt hier noch ein Hochhausbild hintendran:



Mehr Fotos von schönen und hässlichen Ansichten des Stadtteils sind in der Galerie hinterlegt. Einfach auf eines dieser Bilder klicken, und du bist mittendrin.

Seitdem vor über 15 Jahren sich der Schüler Marco vor die S-Bahn geworfen hatte und ein Aufschrei durch die Medien ging, ist viel getan worden für diesen Stadtteil. Inwiefern die sozialen Projekte von Erfolg gekrönt waren/sind, entzieht sich meiner Kenntnis, die Sanierung der Häuser aus den 60er und 70er Jahren scheint so eine Art Schlusspunkt zu setzen. Optisch aufgewertet ist die Gegend immerhin - und man kann diese "Klotzbauten" schließlich nicht ungeschehen machen.

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