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Sonntag, 24. Januar 2010

Mario & Luca di Leo

Am Freitagabend war ich mit der Cousine bei einem kleinen Konzert: Mario di Leo und sein Sohn Luca haben einen Liederabend gestaltet.

Ich war noch nie im "Kulturladen" gewesen und somit von der fast heimeligen Wohnzimmeratmosphäre des Veranstaltungsortes überrascht und angetan. Ein kleiner Raum mit ca. 10 Reihen à 6 Stühlen, die Bühne also ganz nah und gut im Blick.

Meine allgemeine Sympathie für Herrn di Leo dürfte für regelmäßige Leser hier bereits bekannt sein... Mehr Info auf myspace.

Es wurden Lieder zweier italienischer Cantautori vorgetragen, dazwischen gab es kurze Erklärungen, in welcher Zeit die Lieder entstanden sind und worum es sich handelt. Zuerst auf Deutsch, nach der (etwas zu lang geratenen) Pause dann mehr und mehr auf Italienisch. Das Publikum (angenehm normal) schien überwiegend zweisprachig zu sein.

Ich habe den "Fehler" (?) gemacht, möglichst viel verstehen zu wollen, was auch ganz gut gelang, allerdings mir auch eine Menge Konzentration abforderte, so dass ich (immerhin nach einem Arbeitstag) gegen Ende sehr müde wurde. Ich hätte evtl. besser einfach die Musik genossen...

Sehr charmant war die nonverbale Kommunikation zwischen Vater und Sohn, außerdem auch der kleine Solo-Auftritt von Luca, ein sich entwickelndes Talent.

Nach dem Konzert scharte sich das Publikum um die Künstler, während die Cousine und ich uns still und leise davon machten, da wir beide eher zurückhaltende und bescheidene Menschen sind, die sich nicht wichtig machen mögen...

Veranstaltungsplakat.

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Sonntag, 18. Januar 2009

Konzert im Spiegelsaal

... des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe. Bilder vom Saal sind hier zu sehen. Ein sehr, sehr schönes Ambiente für ein Konzert im gefühlten "kleinen Kreis". Einziges Manko war die schlechte Klimatisierung, oder man hatte zu gut geheizt?

Die Veranstaltung begann mit einer Ansprache der Präsidentin der Deutsch-Italienischen Gesellschaft mit allerlei Danksagungen (?) und Begrüßungen, unter anderem der des Italienischen Generalkonsuls, der unter den Gästen war. (Ihre paar eingestreuten italienischen Worte waren nicht unbedingt eine Werbung für die Sprachkurse der DIG.) Danach eine kurze Ansprache einer Italienierin, die ein sehr schönes, klares Italienisch sprach, denn ich konnte immerhin einiges verstehen, in der sie eine kleine Einleitung zu diesem speziellen Liederabend machte.

Auftritt der Compagnia Musicale Mario Di Leo. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn man jemanden aus einem ganz anderen Umfeld kennt und ihn jetzt als Bühnenkünstler erleben konnte, ganz offensichtlich ist die Musik nicht nur Hauptberuf sondern eine Leidenschaft, mit der auch seine Kinder "infiziert" sind: Tochter Stella, 21 Jahre alt, singt sehr, sehr schön, und Sohn Luca (14) spielt nicht nur Gitarre, sondern entlockt seiner Trompete Töne, die ans Herz gehen...

Der Abend stand - wie schon vorher hier geschrieben - unter dem Motto "Hommage an Fabrizio De André" (Omaggio a Fabrizio de André). Sehr geschickt waren (in Deutsch, denn schließlich sollte ein Stückchen italienischer Kultur an uns Deutsche vermittelt werden) kurze Geschichten zur Entstehung und zum Inhalt der Lieder sowie zum Leben De Andrés verflochten worden mit den musikalischen Darbietungen. Das Ganze unterstützt durch die absolut freundliche Ausstrahlung und den sanften, augenzwinkernden Humor des Hauptakteurs, dessen ich mich bereits allmontäglich erfreue, wenn ich einen Grammatikfehler mache *lächel*

Die einzelnen Bandmitglieder der "Compagnia" sind absolut klasse und wirken insgesamt sehr jung (obwohl ich mich bei der Dame am Schlagzeug getäuscht habe, denn ihr Sohn spielt auch mit, sie kann also keine zwanzig mehr sein).

Zum Publikum: Obwohl ich bei einem italienischen Liederabend eine eher ungezwungen-lockere Atmosphäre erwartet hätte, empfand ich das Publikum als überwiegend hanseatisch-steif (wie ich "meine Welt" hier in Hamburg normalerweise nie erlebe). Der Altersdurchschnitt lag bei geschätzten 45 Jahren, viele Damen waren dunkel-streng gekleidet, akkurate Haarschnitte und streng nach hinten gebundene Haare waren vielfach zu sehen. (Natürlich gab es "Rausreißer", vor allem nach unten, hinsichtlich des Outfits, das "geht" selbstverständlich erst recht nicht.) Sehen so die typischen Mitglieder der DIG aus? Empfand man sich als illustren Kreis? Ich hatte so ein bisschen das Gefühl.

Die Dame vor mir, die eine dermaßen "schiefe" Haltung angenommen hatte (neben mir war ein Kameramann/Fotograf, ich vermutete, dass sie ihm freie Sicht für seine Aufnahmen hatte geben wollen), dass ich nur mit Mühe die Akteure sehen konnte, fragte ich während der Pause, ob sie nicht evtl. ein wenig darauf achten könnte, mir (und den mir hinter sitzenden) ein wenig den Blick zur Bühne zu ermöglichen. Sie schaute mich dermaßen pikiert an, als sei ich ein wenig namenloser Schmutz unter ihrem Schuh und erdreistete mich, eine königliche Hoheit anzusprechen... (Normalerweise lasse ich mir immer noch allzu viel gefallen und hatte mir lange überlegt, sie anzusprechen. Aber je älter ich werde, desto besser schaffe ich es, für mich einzutreten - Sprung über den eigenen Schatten mal wieder geschafft.) Meine höfliche Bitte wurde unterbrochen, in dem die Dame von der Präsidentin der DIG höchstselbst angesprochen und in ein Gespräch verwickelt wurde... Wie dem auch sei, in der zweiten "Halbzeit" hatte ich einen ungehinderten Blick!

Auf meine Frage an den "Kameramann" neben mir, wofür er die Aufnahmen machte, teilte er mir mit, dass er hoffe, sie bei YouTube einstellen zu können. Er sei sich nicht sicher, da die Akustik nicht optimal sei... (Hoffe doch sehr, im Internet demnächst etwas finden zu können davon!) Abgesehen von der Kamera auf dem Stativ weckte sein zweites Handwerkszeug Begehrlichkeiten bei mir. Da er neben mir saß, konnte ich hin und wieder aus dem Augenwinkel einen Blick darauf werfen. Ich weiß nicht, ob es eine Fotokamera oder Videokamera war (egal), er machte damit super-super-tolle Aufnahmen trotz schlechter Lichtverhältnisse, zoomte hin und her, machte von einzelnen Musikern Großaufnahmen - phantastisch! Hoffe, er macht einen Videoschnitt, in den diese mit eingebunden werden.

Alles in allem hat mir dieser Abend gut gefallen, ich möchte aber sehr gerne Mario di Leo mit seiner Compagnia einmal in anderer Umgebung und unter einem anderen Motto erleben (vielleicht entfällt dann das "Hanseatisch-Steife").

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Samstag, 17. Januar 2009

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Heute Abend Konzertbesuch "Omaggio a Fabrizio De André" genossen. Persönliche Eindrücke später. Am Nachmittag MySpace-Präsentation von Mario di Leo gefunden.

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Donnerstag, 18. Dezember 2008

Konzertkarten

Ich schrieb ja bereits, dass unser Italienisch-Dozent hauptberuflich Musiker ist. Er gibt im Januar ein Konzert, und ich halte eine Eintrittskarte für die Seniorin zu Weihnachten für eine sehr gute Idee. Also werden die Cousine und ich sie begleiten, nicht wirklich uneigennützig, denn uns interessiert natürlich, was der Herr Lehrer/Musiker dort veranstaltet.

Ich habe heute die Internetseite der Konzertkasse besucht, das "Event" gefunden, da fielen mir dann gleich ein paar Fragen ein: Genannt ist eine mögliche Ermäßigung, nicht genannt ist allerdings, wofür es sie geben kann. Ein "toter" Link zu einem Saalplan ist auch vorhanden. Die Bestellmöglichkeit ist ok, aber auch daraus ergibt sich ebenfalls kein Grund für Ermäßigungen. Oben auf der Seite prangt allerdings die Telefonnummer der Konzertkasse, also flugs dort angerufen und gesagt, dass ich vor dem Kartenkauf noch Fragen hätte. Wird mir doch die Antwort "Ich verkaufe keine Karten über's Internet!" entgegen geschmettert. (Dieser Satz fällt in der nächsten Minute noch ein paar Male.) Ich müsse mich an den Anbieter "ticketonline" wenden. (Auch dies mehrfach und merklich ungehalten.) Ja, was? Das ist doch die Seite der Konzertkasse, und die gerade gewählte Nummer habe ich genau von dort... Keine Chance, immer die monoton-gleiche Antwort.

Jetzt bin ich etwas genervt, gucke mich auf der Seite von ticketonline um, finde nur die gleiche Bestellmöglichkeit, wieder ohne Hinweis auf die Art der Ermäßigungen. Da bleibt mir nur, nach Feierabend direkt zum Kartenvorverkauf zu gehen, der glücklicherweise eine Dependence im Kaufhaus hat.

Im K-Kaufhaus an der Konzertkasse ist dann eine sehr freundliche Angestellte, die mir alle gewünschten Auskünfte geben kann. (Wie ist das möglich, sie bucht doch über das selbe System?) Keine Platzreservierung, frühes Kommen sichert die besten Plätze. Okay, ist eine eher kleine Veranstaltung, und das Publikum vermutlich sehr zivilisiert. Weiterhin zählt sie die möglichen Ermäßigungsgründe auf: Mitglied der Deutsch-Italienischen Gesellschaft oder im Instituto Italiano di Cultura zu sein oder Schüler-/Studentenstatus zu haben wären dies. Da keine von uns diese Voraussetzungen erfüllt, entfällt eine Ermäßigung natürlich. Ich bekomme die gewünschten Karten, dazu "etwas Süßes auf den Weg." (Lachend sagte sie, man hätte einen Vertrag mit Zahnärzten.)

Online kaufen ist nicht in jedem Falle die bessere Wahl, ich jedenfalls fühlte mich direkt an der Vorverkaufskasse hervorragend beraten und bedient.

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